14. Tag: von Chaumont nach Sacquenay, 90 km

Der Morgen beginnt mit Regen. Die Fahrradgeschäfte in Chaumont haben, wie befürchtet, montags  geschlossen. Wir entscheiden weiter zu fahren. Am Kanal entlang auf ebener Strecke reicht Rainer der 4.Gang. Nach ungefähr 5 Km Fahrt im Regen lassen sich die Gänge plötzlich wieder gut schalten. Es macht Spaß mutterseelenallein am Kanal entlang zu fahren, mal ein Boot, das wir     grüßen, ein Schnack mit dem Segler in der Schleuse, Kühe und Pferde auf den saftigen Wiesen, die interessiert zu uns hinschauen. Nur die zahllosen Reiher fliegen immer davon wenn wir kommen. In einem kleinen Nest am Kanal finden wir ein Hotelrestaurant, in dem wir einen herrlichen Milchkaffee und Croissants mit Butter und Marmelade bekommen. Wir wollen die Festung Langres, obwohl sie eine sehenswerte Stadt sein soll, umfahren, da sie auf einem Berg ca. 500 m hoch liegt. Deshalb versuchen wir soweit wie möglich den Weg am Kanal zu fahren, der spätestens am Kanaltunnel endet. Es gibt keine Hinweisschilder, der Weg wird immer schlechter, wir müssen umkehren und auf einer verkehrsreichen Straße den Berg hoch. Es gießt. Auf einer Nebenstraße geht es steil bergauf, wir müssen schieben. Wir fahren einige Kilometer bei strömenden Regen und strammem Westwind auf dem Bergkamm in knapp 500 m ü/M. Endlich geht´s bergab. Wir erreichen wieder den Kanal, Es hört auf zu regnen, die Sonne kommt heraus, wärmt uns  und trocknet unsere nassen Klamotten. Es ist schon Nachmittag, entlang unserer Strecke gibt es nur kleine Orte ohne Geschäfte, Restauration und Unterkunft. Unsere Wasservorräte gehen zu Ende. Wir verlassen unsere Route, um in einen etwas größeren Ort zu fahren und dort eine Unterkunft zu suchen. Die erste hat schon Saisonschluss, die zweite ist belegt, bei der dritten ist keiner zu  Hause. Wir versuchen es noch einmal bei der zweiten: die Frau hatte inzwischen mit ihrem Mann geklärt, dass wir doch noch unternommen können. Nun schlafen wir in einem Haus, in dem noch Teile aus dem 17. Jahrhundert stammen. Außerdem wurde uns ein super Dinner serviert.

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