15. Tag: von Sacquenay nach Lasne, 85 km

So, und nun zu heute. Rainers Reifen hatte mal wieder Luft gelassen, so dass vor dem Start doch noch einmal flicken anstand. Der Übeltäter war schnell gefunden: ein klitzekleiner extrem spitzer Stein hatte sich im Schwalbe-Marathon- Mantel festgesetzt und ein Loch im Schlauch verursacht. Also wieder später los als geplant. Aber es regnet nicht! Der Himmel ist bunt: schwarze Wolken, graue Wolken, weiße Wolken, blaue Flecken(!), gelbe Sonne(!). Guten Mutes fahren wir los, meist auf ebener Strecke, nur leichte Steigungen stehen an. Was soll nun eigentlich dieser Wind! (Den Regen wegpusten?) Über Fontaine Française und Beaumont sur Vinjeanne ( die Orte müssen wegen der Namen einfach genannt werden, obwohl sie sehr klein sind) erreichen wir nach ca. 20 km wieder den Kanal. Der Wind ist noch starker geworden und weht immer aus West- Südwest – Richtung, das bedeutet Gegenwind totale. 20 km geht es jetzt am Kanal entlang, bis wir bei Maxilly s. Saône die Saône erreichen. Ein tolles Gefühl, wir sind an der Saône! Ab jetzt heisst der Radweg voie bleu und führt nur teilweise am Fluss entlang, teilweise führt er über kleine Strassen, die -natürlich- auch Steigungen haben. Aber insgesamt verläuft die Route eher eben. Es ist recht kühl und der starke Gegenwind ist wirklich nervig, wir behalten die ganze Zeit die Regenjacken an. In Lasne/St. Jeanne de Lasne geht uns nach 85 km die Luft aus : wir haben keine Lust mehr! Und das Tolle ist, wir müssen gar nicht den blöden Lehrerspruch beachten:“Dann musst du das eben ohne Lust machen!“. Wir machen einfach Schluss für heute. In Lasne finden wir gleich am Fluss ein günstiges Hotel. Zum Essen landen wir im Nachbarort St. Jeanne de Lasne auf der anderen Seite der Brücke in einer von etwas durchgeknallt sympathischen jungen Leuten betriebenen sogenannten „Szene-Kneipe“, wo wir eine leckere Käseplatte mit Burgunder Rotwein genießen.

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2 Kommentare zu “15. Tag: von Sacquenay nach Lasne, 85 km

  1. Nachdem mein letzter Kommentar irgendwie verschwunden ist, versuche ich es noch einmal: Ich finde, Ihr habt jetzt genug Pech gehabt und der Rest geht jetzt ‚mal ohne Pannen!! Andererseits hättet Ihr dann vielleicht weniger so tolle menschliche Begegnungen gehabt… Also: Hals- und Gabelbruch weiterhin!

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