19. Tag: von Tournon-sur-Rhône nach Pont-St.-Esprit, 120 km

Die Sonne scheint, und wir kommen vor 9 Uhr los. Bloß nicht nach hinten (Norden) gucken, denn dort hängen schwarze Wolken  an den Bergen. Der Wind weht kräftig aus Nord/Nordost, beste Bedingungen für uns. Bis Valence fliegen wir förmlich auf dem wunderschön geführten voie verte. Nach 22 km also erst einmal ein Frühstück. Was in Frankreich ein großer Milchkaffee ist, scheint von Ort zu Ort sehr unterschiedlich zu sein. ( wir haben unseren hier fotografiert! ). In Valence erfahren wir  im Touri-Büro, dass ab Genf entlang der ganzen Rhone ein voie verte führt. Fantastisch, das haben wir doch gewollt: nicht mehr in die Berge müssen. Beim näheren Betrachten der uns ausgehändigten Karte fällt uns die unterschiedliche Markierung auf : “ Ja, wenn er mal fertig ist. Jetzt gibt es noch etliche Abschnitte in Planung, da fährt man dann an der Straße entlang.“ Also genießen wir den noch kräftiger gewordenen Rückenwind, mal am traumhaften voie verte, mal am der nicht allzu sehr befahrenen und breiten D 86. Mehrmals queren wir die Rhone auf großen Brücken, wo uns klar wird, wieviel Glück wir mit der Windrichtung haben! Der Wind bläst so stark, dass wir ans Absteigen denken, weil wir nur mühselig mit Kopf zur Seite drehen atmen können. Es müssen 8 bis 9 Windstärken sein! Wir „fliegen“ also weiter – selbst die Steigungen, über die uns die Straße etwas weiter im Lande führt, verndert unsere Durchschnittsgeschwindigkeit kaum – über La Voulte-sur-Rhone, Le Pouzin, Le Tait, Chateauneuf-du-Rhône, Viviers, Bourg-St.-Andeot bis Pont-St.-Esprit. Heute haben wir ohne Anstrengung 120 km beschafft. Besonders gefallen haben uns die vielen Schlösser und Burgen in den kleinen und größeren Orten im Rhône Tal und meist an den Bergen. In den letzten 3 Tagen haben uns viele Rennradfahrer überholt  oder sind uns begegnet, mehrere Schulklassen waren auf Fahrrädern unterwegs und es gab neben uns noch andere Paare auf unterschiedlich langer Tour, z.B. aus Belgien, Holland, Deutschland und Australien! Auch sind wir in den letzten Tagen ab und zu auf unsere HH -Marseille-Schilder angesprochen worden. Es sind auffallend viele Männer ( oft alleine oder zu zweit ) mit Tour-Rennrädern unterwegs, oft noch älter als wir. Neben immer wieder vielen Wein Feldern sehen wir jetzt ab und zu verblühte Lavendelfelder, die immer noch stark duften. Wir sind nur noch ca. 50 km von Avignon entfernt. Dort werden wir die Rhone wohl verlassen. Mal sehen, wie es dann weiter geht.

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