14. Tag von Elblag zum Elblag- ( Oberland-) Kanal und zurück, von Elblag nach Frombork ( alles zusammen, mit Umwegen, 106 km)

Die Nacht war sehr viel besser als erwartet! Mit unseren Fahrrädern zusammen haben wir „zugstörungsfrei“ bis 6:30 Uhr geschlafen. Dann fuhr wieder ein Güterzug! Aufstehen machte nicht so viel Spass, denn es regnete richtigen Regen, nicht nur 17 Tropfen! Im guten Glauben, dass es vielleicht bald wieder aufhören könnte, haben wir ausser Regenjacken nur unsere Beinschürzen angezogen. Nicht nur, dass der Tag mit Regen begann ( was ja nach 13 Tagen ohne Regen nur fair war!), wir beschlossen für diesen Tag noch einen extra Ausflug ‚gen Süden zum Elblag-(Oberland-)Kanal zu unternehmen. Zitat aus dem Europaradweg R1 – Heft :“Der Kanal selbst wurde Mitte des 19. Jahrhunderts angelegt. Er ist etwa 100 km lang und verbindet mehrere Seen. Die Besonderheit sind die fünf Rollberge, auf denen die Schiffe auf Gleiswagen den Höhenunterschied von insgesamt 99 Metern überwinden.“  So hatten wir schon mal 60 km mit Hälfte Gegenwind auf dem Hinweg und vielfach Knüppelasphalt hinter uns, als wir nach einer ausgezeichneten barszcz czerwony in Elblag uns auf den Weg nach Frombork machten. Und es regnete immer noch, teilweise kräftiger, so dass Rainer lieber seine „richtigen“ Regenklamotten anzog ( in einem Wartehäuschen einer Bushaltestelle ). Ab jetzt hatten wir den Europaradweg R1 Führer, der uns mit seinen gut verständlichen Beschreibungen eine grosse Hilfe wurde. Die mit 2 längeren Steigungen versehene vorgeschlagene Route als Alternative zu einer viel befahrenen Landstrasse wählten wir, weil heute wohl unser “ jetzt erst recht“ – Tag war!  Die erste Steigung mit einem Höhenunterschied von 150m zog sich in Auf- und Abbewegungen über ca. 10 km hin. Wir konnten sie trotz des Regens und Seitenwindes mit ca. 8 bis 10 km/h bewältigen. Der angekündigte „atemberaubende“  Ausblick war zwar tatsächlich schön, aber Atem geraubt hat nur der Anstieg. Dann folgte eine kilometerlange Bergabfahrt. Leider konnten wir wegen des Wetters, der  doch recht schwer beladenen Räder und einiger Strassenunebenheiten nicht schneller als 25 – 28 km/h laufen lassen. Das war aber auch schon grossartig! Einen kurzzeitig starken Platzregen warteten wir bei Kaffee und Kuchen/Eis ab, um dann gestärkt die nächste Steigung ( 100 m auf 3 km ) anzugehen. Irgendwarum waren wir trotz des Wetters ganz gut drauf! Jetzt werden die „richtigen“ RadtourenfahrerInnen“ sichetlich schmunzeln ob unserer „Steigungen“, aber wir sind schliesslich nicht mehr die Jüngsten!  Auch nach dieser Steigung wieder eine lange Abfahrt nach Frombork, vorbei an dem beeinfruckenden Bau des Domes. Dorthin hatte ich von Hamburg aus meine erste Reservierungs- Anfrage auf Polnisch geschrieben. Auch hier klappte die WLAN- Verbindung einfach nicht, deshalb dieser Bericht auch erst später. Schnüff, schnüff, unsere schönen HH-St. Petersburg-Schilder haben das Mistwetter nur sehr schwer beschädigt überlebt! Alles verlaufen unter der Folie!

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Verregnete Schilder

Die Unterkunft war soweit prima, mit angekündigtem frischen gebratenen Fisch zum Abendbrot, aber so richtig Platz für all unser nasses Zeug war nicht.

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