15. Tag von Frombork nach Kaliningrad ( 72 km )

Die letzten feuchten Sachen konnten wir während des Frühstücks in der Sonne trocknen. Ja, es schien wieder die Sonne! Dass wir gestern unsere ersten 1000 km geschafft hatten, haben wir wegen des blöden Wetters gar nicht richtig gefeiert. Auf guter, mässig befahrener Hauptstrasse wehte der Wind aus seitlicher Richtung, mal mehr von vorne, mal mehr von hinten. Ausser der anfänglichen heftigeren Steigung wechselten viele moderate Steigungen mit lustvollen Abfahrten. Trotzdem merkten wir kräftemässig unseren gestrigen Tag. Do widzenia, Polen! Dobry djen, Russland! Wir hatten die Grenze bei Gronowo erreicht. Eingereiht zwischen den Autos mussten wir den Vorposten sowie den Grenzübergang Polens  mit ca. 15 min Wartezeit passieren. Am russischen Übergang wurden wir aus der längeren Autowarteschlange  heraus gewinkt und bevorzugt zur Passkontrolle geleitet. Nach intensiver Passbegutachtung waren wir schnell in der Oblast Kaliningrad.

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Einfahrt Kaliningrad

Anders als befürchtet, war die Hauptstrasse, auf der wir ohne Radweg fuhren, in gutem Zustand und mit wenig Verkehr. Wir freuten uns über die weite Landschaft, den Blick auf Frisches Haff und Frische Nehrung. Immer wieder Störche im Nest, auf den Feldern oder in der Luft – oder direkt an der Strasse! Je mehr wir uns Kaliningrad näherten, desto stärker wurde der Pkw- und vor allem der Lkw- Verkehr. Insgesamt waren die Autofahrer rücksichtsvoll ( bis auf die unverbesserlichen Raser!), so dass wir uns nicht bedrängt fühlten. In Kaliningrad führte uns der R1 direkt zu unserer gebuchten Unterkunft, dem Museumsschiff Vitiaz.

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Willkommem an Bord

Wir wurden sehr zuvorkommend, wie besondere Gäste begrüsst und durften unsere Fahrräder die schmale steile Gangway hinauf sogar mit auf’s Schiff nehmen, wo sie in der Kombüse nächtigen.

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Kraftakt

Für uns eine Offizierskabine ( 3 m x 2,5 m )  mit Bullauge zum Öffnen ,Doppelstockbetten und Gemeinschaftsbad. Gut, dass wir scheinbar die einzigen Gäste sind. Wir hatten noch genug Zeit für einen Stadtbummel mit „Kultur“ und gutem Essen.

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Lecker im Kropotkin am Siegesplatz

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4 Kommentare zu “15. Tag von Frombork nach Kaliningrad ( 72 km )

  1. Ihr beiden Helden des Radelns,
    mit größtem Interesse lese ich Eure Reiseberichte. Alles dabei: Tolle Wege, wunderbare Landschaften, Steigungen, rasante Abfahrten, gutes Essen, Wind, Sturm, interessante Menschen…..
    Ich wünsche Euch weiterhin gute Fahrt und viel Spaß.
    Ganz herzliche
    Barbara

  2. Aus dem Urlaub zurück kann ich endlich Euren Blog lesen! Tapfer, tapfer! Wenn ich irgendeine Adresse von Euch hätte, könnte ich Euch vielleicht neue Schilder machen und schicken..
    Ulrike

  3. Hallo R1 Radler,
    ich bin am 7. und 8. Juni am Abend im Klaipeda wollen wir uns treffen?
    Schreibt eine Mail wo ihr nächtigt und wann ich vorbeikommen soll.
    Am Donnerstag, also dem 8., fahre ich selbst auf der Nehrung mit dem Rad von Klaipeda nach Nida und zurück – vielleich sieht man sich auch dort?

    Viele Grüße, Respekt und viel Spaß auf der Tour
    Detlef Kaden
    IS.RADWEG.

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