23. Tag, Riga

Nach dem schönen Sonnen-Sommerabend regnete es nachts wieder, und zwar nicht wenig. Für heute stand allerhand auf dem Plan, so zogen wir also unsere Regenkleidung an und machten uns auf den Weg zur Post! Nicht mehr benötigtes Kartenmaterial und Polnisch – Sprachhilfen hatten wir aussortiert. Ausserdem gab es ausgediente Kleidungsstücke, so dass 3 kg zusammen kamen, die wir nach Hause schicken konnten. Danach haben wir uns durch die fünf Markt- Hallen ( Zeppelinhallen ) gearbeitet und wurden schier erschlagen von dem Angebot : jeweils eine der grossen Hallen nur bestückt mit Fleischwaren, Käse und anderen Milchprodukten (allerdings auch Honig), Obst und Gemüse, Fisch in unterschiedlichstem Zustand ( frisch, gefroren, geräuchert ), Backwaren. Da wir frühstückshungrig waren, hätten wir am liebsten überall gekauft. Die Stände draussen mit viel Schnick-Schnack, Kleidung, Blumenmeeren und auch noch Obst und Gemüse hatten etwas Pech mit dem Wetter! Schliesslich entschieden wir uns für Fisch und zum „Nachtisch“ unterschiedliche Pierogen, die die Grösse von Äpfeln hatten. Unser nächster Anlaufpunkt waren drei Apotheken, bei denen wir nur einen Teilerfolg hatten. Magnesium gab’s ohne Probleme, die anderen Wünsche konnten nicht erfüllt werden. Und nun zur Fahrradwerkstatt. Der ausserordentlich freundliche junge Mann sah kein Problem darin, dass wir die Fahrräder vorbeibringen und er alle Bremsen mit insgesamt 8 neuen Bremsgummis versieht und den geschundenen Ketten eine Ölbehandlung gönnt. Also wir zurück zur Unterkunft, die Fahrräder aus dem „Versteck“ unter der Treppe geholt und in die Altstadt zur Reparatur gefahren. …Und es regnete immer noch! Während der Wellnessbehandlung unserer Räder haben wir uns erneut dem Altstadttrubel ausgesetzt. Wieder gab es diverse Gruppen ( z.B. Hansatouristik 7 ) , die in unterschiedlichen Sprachen viele wichtige Dinge über Riga erfuhren! Wir brauchten natürlich wieder einen Kaffee. Beim Abholen unserer fit gemachten Räder wechselten wir noch etliche Worte und Sätze mit dem jungen Mann, der schon im Kindergarten Englisch gelernt und als zweite Fremdsprache Deutsch gewählt hatte. Dass es in Riga und ganz Lettland eine grosse Anzahl Russen gibt, hatten wir gelesen, aber nicht gewusst, dass es in Riga über 50% der Bevölkerung sein sollen. Wir waren nur erstaunt, beim Einkaufen und auf den Strassen so viel Russisch zu hören und viele russische Zeitungen und Zeitschriften im Angebot zu sehen. Zum Abschied wünschte uns der begeisterte „Radakrobatiker“  viel Rückenwind für unsere weitere Tour, auf die Steigungen habe er leider keinen Einfluss! Da wir nun die Räder dabei hatten, nutzten wir sie, um unsere Stadterkundung auf den nordöstlich von der Altstadt liegenden Bereich zu erweitern. Wir waren begeistert! Breite Strassen, zum Teil Alleen, grosszügige, mit vielen Blumen ausgestattete Parkanlagen und auch hier imposante alte Gebäude und Kirchen. Trotz eines angekündigten sonnigen Abends ging der Tag verregnet zu Ende.

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Radfahrer-Idylle im Hotelzimmer

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3 Kommentare zu “23. Tag, Riga

  1. Die Markthallen haben mich damals auch besonders beeindruckt. Nur das ein Großteil der Fische noch lebte und ohne Wasser auf den Marktständen lag fand ich sehr gewöhnungsbedürftig!

  2. L. Gudrun, l. Rainer, wir freuen uns täglich über die Abend – bzw. Morgenlektüre, die ihr uns bietet. Zu den Berichten schauen wir uns entsprechende Bilder unserer Fahrt durchs Baltikum an (Ostseestrände, Störche en masse, jetzt Riga mit Markthalle usw.). Gute Weiterfahrt, Urte und Harald

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