26. Tag von Smiltene nach Korkuna ( 73 km )

Noch ein Nachtrag ; Die mit dem Zug aus Riga angereiste deutsch/Stockholmer Familie fragte uns, von wo wir denn mit dem Zug gekommen wären. Das war ja wohl nix!!!

Von dem Krähen der drei Hähne beim Aufstehen begleitet, freuten wir uns auf die heute beschriebene meist ebene Wegführung. Wenig spektakulär ging es über viele Kilometer weiterhin durch viel Wald und zur Abwechslung weite Felder und Wiesen. Wir hatten uns für den Frühstückseinkauf einen Ort an der Strecke ausgesucht, der mehr als 3 Häuser zu haben schien und somit hoffentlich auch einen Laden. Nach ca. 20 km erreichten wir Vijeciems. Die 1 km vor dem Ort uns entgegen zu Fuss gehende Frau mit sichtlich gefüllter Einkaufstasche weckte Hoffnung in uns. Es gab tatsächlich neben mehreren Einzelhäusern auch 4 Mehrfamilienhäuser. Das an einer Kreuzung gelegene Geschäft bot Trinkjoghurt, Hefezopf, Kabanos und Wasser an. Wir fanden einen sonnengeschützten ( die Sonne strahlte seit dem Morgen!) Platz für uns und unsere Räder neben dem Verwaltungsgebäude ( muss irgendein Amt gewesen sein ) und frühstückten. In öffentlichen Gebäuden gibt es meist Toiletten, also ging ich fragen. Dabei entdeckte ich vor einem geschlossenen Schalter ein Tischchen mit Plstikbechern, Gläsern mit Kaffeepulver und Zucker und einen Wasserkocher. Selbstverständlich dürfe ich mich bedienen, versicherte mir die hilfsbereite Dame auf Englisch. Während der Wasserkocher arbeitete, hatte sie schnell 2 grössere Porzellanbecher und etwas Milch herbeigezaubert. Über Rainers Gesicht huschte ein Lächeln, nun gab es doch noch den ersehnten Kaffee! Als Dank für diese überraschende Freundlichkeit schenkte ich der Dame einen meiner gehäkelten Schmetterlinge. “ Oh, oh, beautiful! Wait a moment!“ , und kam zurück mit einer kleinen gehäkelten Blume, die sie mir unbedingt schenken wollte. Wir strahlten uns an!  Nun war es nicht mehr weit bis zur Grenze nach Estland. In der lettisch/estnischen Doppelstadt Valka/Valga suchten wir die Touri-Info auf, um uns bei der Quartierssuche für einen Ort noch ca. 40 km weiter helfen zu lassen. Das war auch gut so. Alle Unterkünfte, die wir uns rausgesucht hatten, waren ausgebucht,, und weitere von den extrem bemühten Damen herausgefundene auch! Es wäre eben Sommer in Estland und Wochenende mit schönem Wetter.

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Probeliegen

Fazit: Sie buchten für uns ungefähr 20 km vor unserem angepeilten Ort ein Hostel. Dann haben wir wegen der Ferien auch gleich noch den nächsten Ort gebucht, ebenfalls nicht ohne Schwierigkeiten. Eine ganze Stunde hat die Aktion gedauert. Wirklich rührend, mit welchem Willen uns geholfen werden wollte! Das war natürlich eine Häkelblume wert! (haha) Nun hatten wir reichlich Zeit für ein Essen in dem empfohlenen Cafe/Restaurant. Ein hügelreicher Weg führte uns mit dem seit der Grenze ( !!! ) gedrehten Wind zu unserer „natürlich wieder besonderen“ Unterkunft. Etwas ab von der Strasse stehen am Hang mehrere urige Holzhäuser, die ganz besondere Fenster- und Türrahmen , sowie Treppen und Geländer haben. Holz scheint die Leidenschaft des Besitzers zu sein. Er berichtete uns in sehr gebrochenem Deutsch-Englisch-Kauderwelsch, dass es hier durch Sturmbruch sehr viel Holz zu verarbeiten gäbe und er einen Arbeiter hätte, der diese besonderen Holzarbeiten anfertige.

Radtour3

Holzkunst im Hostel

Unser Abendbrot haben wir aus Varga mitgebracht und hier draussen auf der Holzveranda in der Abendsonne verspeist. Und ein kühles Bier konnten wir hier noch erstehen!

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