32. Tag von Tartu nach Kallaste ( 69 km )

Mit der Weiterfahrt Richtung des riesigen Peipussees haben wir heute unseren tollen Aufenthalt in Tartu beendet. Wir werden diese kunstkreative Stadt und ihre entspannten hilfsbereiten Menschen in guter Erinnerung behalten! Schnell hatte uns die Landstrasse wieder und unsere Beine strampelten gut erholt erneut im Rhythmus. Da unsere Hauptfahrtrichtung Nordost bis Ost war, half uns heute der Wind öfter mit. Die wechselhafte Wettervorhersage sollte sich bewahrheiten. Der Himmel war das reinste Kunstwerk, und ich musste aufpassen, bei soviel Himmelgucken die Strasse nicht aus den Augen zu lassen. Die Wolkenformationen waren beeindruckend : Wolken getupft, gewischt, aufgeplustert, hängend, geballt, in strahlendem Weiss, zartem und dunklem Grau bis hin zu bedrohlichem Dunkelgrau und Schwarz! Dazwischen blaue Flecken, die die Sonne scheinen liessen. Natürlich hat uns dieser Himmel auch unterschiedlichste Regengüsse beschert. Mal prasselte ein Starkregen auf uns nieder, mal musste es unbedingt noch hageln, und mal „küssten“ uns sanfte Tropfen. Regenzeug an und Regenzeug aus, das haben wir einige Male praktiziert. Wenn die Sonne schien, war es einfach zu heiss! Die Fahrt durch die kleinen alten „russischen“ Fischerdörfer am See war geprägt durch Ruhe, Beschaulichkeit und dem freundlichen Zunicken der uns begegnenden Dorfbewohner. Die Zeit schien hier stehen geblieben zu sein. Und es gab in einem russisch folkloristischen Restaurant hervorragenden Zwiebel- und Rote Bete – Salat, sowie leckere Fischgerichte. Vom Fischstand vor dem Restaurant musste ich noch unbedingt Räucherfisch mitnehmen ( war dann unser Abendbrot ). ‚Annas bed and breakfast‘ hatten wir über die Touri-Info in Tartu per Internet gebucht. Ich weiss nicht mehr, was ich schon über unsere Unterkünfte geschrieben habe ( nachlesen werde ich jetzt nicht !) , aber ich möchte sagen, das hier in Kallaste ist „Abzocke“. Natürlich sind 36 € für ein Doppelzimmer ohne Frühstück ein guter Preis. Aber nicht für diese Unterkunft. Für insgesamt 12 Betten und den Gastraum ( da Anna auch ein Cafe betreibt ) gibt es e i n e Toilette ! Die eine Dusche muss auch für alle herhalten. Glücklicherweise soll erst morgen das Haus voll werden zum grossen Feiertag, heute sind wir die einzigen Gäste! Kein Schrank oder Haken für Klamotten, keine Verdunkelung für’s Fenster – und irgendwie nicht besonders sauber. Wir hatten noch Frühstück dazu gebucht, aber nach Kaffee/Kuchen hier ( wenig und teuer! ), war uns die Lust darauf vergangen, und wir bestellten wieder ab. Dann begnügen wir uns lieber mit Banane und Trinkjoghurt und fahren so früh wie mögljch los! Der Spaziergang in der Abendsonne durch den fast ausgestorben wirkenden Ort und an den See war dann noch sehr schön!

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