37. Tag von Gurljewo nach Sergiyevskoje ( 74 km )

Auf dem heutigen vorletzten Abschnitt unserer Tour lagen fast ausschliesslich kleine Orte mit nur wenigen Häusern. Also nahmen wir vor unserem Start gerne das Frühstücksangebot der usbekischen Familie, die die Restauration betrieb, an. Der wohlschmeckende Kaffee war tatsächlich der einzige bis zum Abend. In erster Linie hatten wir heute Wetter und z. T. sehr mässigen Strassenbelag. Das Regenzeug fand gleich zu Anfang seinen Einsatz und wurde sinnigerweise anbehalten. Zwischendurch lockte die Sonne zwar :‘ Fahrt holde Radler in meinem Schein und lasst die ollen Regenplünn sein!‘, aber: ‚Mein Rainer, mein Rainer, dreh‘ dich doch nur um,  überall dunkle Wolken um uns herum! ‚  Unsere letzte Unterkunft vor St. Petersburg sollte etwas ab von dem R1-Weg liegen, wie sie uns über booking.com beschrieben wurde. Mit russischer Strassenkarte 1 : 100 000 ausgerüstet, sind wir nur einmal falsch gefahren. Allerdings fanden wir auf dem richtigen Weg weder angegebenen Namen noch Nummer. Inzwischen war auf der holprigen Strasse ( naja, oder strassenähnlichem Abenteuerpfad!)  zum  zweiten Mal meine Kette abgesprungen. Dieses Mal wurde die Gangschaltung in Mitleidenschsft gezogen. Fazit : ich konnte nur noch im 1. Gang fahren. Als wir die Hauptstrasse wieder erreichten, offenkundig der genannte Ort zu Ende war, versuchte Rainer die Unterkunft telefonisch zu erreichen : russische mailbox! Haha! Wir hielten einen Trecker an, dessen junger Fahrer ein wenig Englisch sprach. Er zückte sein Handy, gab die Adresse ein und war ein wenig ratlos. Der nächste Autofahrer wurde angehalten, auch er bemühte sich mit Handy um irgendetwas. Schliesslich hielt ein drittes Auto, aus dem ein Ehepaar ausstieg, die Frau recht gut Deutsch sprechend. Ja, der Name käme ihr bekannt vor. Ihre jüngere Fahrerin erklärte gleich, dass sie wisse, wo die Adresse sei. Wir sollten dem Auto nur folgen. Rainer tat es zügig, ich im 1. Gang mühsam hinterher. An der Umzäunung eines neu enstehenden kleinen Ortes im Ort warteten sie auf mich.

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Wohnen in der bunten Wiese

Kaum waren wir auf dem Gelände kam uns auch schon die ziemlich gut Deutsch sprechende gesuchte Elena entgegen. Wir wurden zu einem der gepflegten grossen Holzhäuser geführt und haben hier schliesslich eine spitzenmässige Unterkunft mit Abendessen und Frühstück vorgefunden.

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