23. Tag : Von Szczecin nach Hamburg ( mit der Bahn )

Wir wollten um 8 Uhr am Fahrkartenschalter sein, um einen frühen Zug zu bekommen. Die Dame am Schalter war leider nicht so bemüht, meine Polnisch-Versuche wohlwollend anzunehmen und mir mit langsamem Sprechen ihrerseits zu helfem – wie die Dame in Torun – konnte aber auch kein Englisch. Schließlich bekamen wir eine Fahrkarte für den Zug  um 9 Uhr! Juhu! Zeit und Zloty für ein kleines Frühstück im Bahnhofsbistro hatten wir auch noch. Auf dem Bahnsteig sprach uns eine junge Frau auf Deutsch an, die gebürtige Polin ist, in Flensburg wohnt und ihre Großmutter in Szczecin häufig besucht. Sie kannte sich mit den Bedingungen im Zugverkehr bestens aus, so dass wir das SH/MVP – Ticket gleich im Zug kaufen konnten: bei einer derartig entspannten, lockeren, freundlichen Schaffnerin, wie wir sie lange nicht mehr erlebt haben. Wir nutzten zu dritt das Ticket, weil die junge Frau wegen der gesperrten Pasewalk – Lübeck – Strecke auch über Hamburg fahren  musste. Erst einmal schluckten wir, dass zu dem dreimaligen Umsteigen ( Pasewalk, Stralsund, Rostock ) nun wohl auch vollere Züge zu erwarten wären, denn alle anderen Lübeck-Reisenden mussten auch diese Strecke nehmen. Und es war voll!

So sorgt die Deutsche Bahn für ihre Fahrgäste

Auch mit Fahrrädern, Kinderamhängern, Zeltanhängern und Kinderwagen. Aber sämtliche Umsteige klappten reibungsarm, die Radler halfen sich alle gegenseitig ,helfende Bahnbeamte gab es leider nicht und die nicht beräderten Mitreiseden hatten mit sich selbst genug zu tun. Wir erreichten Hamburg nach einer ertstaunlich stressfreien Fahrt!  Nach erlebnisreichen, oft auch snstrengenden, aber auf jeden Fall mit vielen neuen Eindrücken erfüllten knapp 1400 km  sind wir froh und dankbar, gesund ( und nur wenig „blessiert“ ), guter Dinge  und glücklich wieder in Hamburg zu sein.

22.Tag : Von Torun nach Szczecin ( mit der Bahn )

Die Zugfahrt von Torun nach Szczecin war wenig spektakulär, bis auf den Fahrradtransport. Beim Einladen mussten wir 3 hohe und steile Stufen überwinden, um die Fahrräder dann durch eine so schmale Tür zu schieben, die für Rainers breiten Lenker tatsächlich zu schmal war. Also: quer und hochkant haben wir sein und mein Fahrrad zusammen in den ca. 2 m x 1.5 m großen Vortaum vor der Toilette und in die  für insgesamt 3 Fahrräder vorgesehenen Hängeständer heben können.

Oh hängt sie auf!

Unsere Plätze waren gleich hinter der Tür mit Blick auf die Räder, und der weitete Verlauf der Fahrt war sehr entspannt. In Szczecin haben wir das vorgebuchte Hotel schnell gefunden, konnten die Fahrräder in der 24 h bewachten Tiefgarage in einem Kellerraum abstellen und hatten noch Zeit, in der fast gegenüber liegenden kleinen Altstsdt eine Kleinigkeit zu essen. Beim Anschauen der Karte für die Festlegung des Weges von Szczecin nach Pasewalk fiel die Entscheidung für die weitere Zugfahrt. Wir hätten sonst auf großen Bundesstraßen oder alternativ mit erheblichem Umweg radeln müssen.

21. Tag : Von Urszulewo nach Torun ( 85 km)

… verzichteten sie weise auf den letzten Teil der Reise! Ja, wir haben uns entschlossen, heute den „Rückzug“ anzutreten. Mit Urszulewo war das eigentliche Ziel unserer Fahrt erreicht. Die Luft ist nun ein wenig raus und die Aussichten auf nervige Unterkunftssuche an der Ostsee jetzt zur Ferienzeit machten uns die Entscheidung leicht. Außerdem kostet der ständige Gegenwind uns 70jährigen allerhand Kraft. Heute Morgen verließen wir also nach einem üppigen gemeinsamen Abschiedsfrühstück mit Ulrike und Stefan unsere „Luxusunterkunft“ am See

Abschied

mit dem Ziel Torun, um nach einer Zugverbindung , inclusive Fahrradmitnahme,  Richtung Westen zu schauen.  Der Wind war für heute aus Westen angesagt, genau unser Weg! Die ersten 20km liefen erstaunlich gut, weil die Blaubeer-, Kiefernwaldgebiete uns vor dem Wind schützten. Dann aber sollten wir wohl noch einmal in unserem Entschluss bestärkt werden : Nicht nur, dass der Gegenwind auffrischte und das Gelände offener wurde, wir wurden auch auf gemeine Weise in die nun folgenden ca. 30 km Berg- und Talfahrt „geschoben“.  Die erste nennenswerte Steigung war tatsächlich Schiebestrecke. Die Straßen waren mal wieder sehr unterschiedlich eben, auch Grobschottersandkuhlenstrecken (welch ein schönes  Wort) waren dabei, was bei Gegenwind eine Höchstgeschwindigkeit von 5 km/h bedeutete. Zu sehr wollten wir die Räder auch nicht quälen. Über Rogowo, Chojno, Zbojno, Dzialyn, Swietoslaw, Zabowo und Lasyn bei Dobrzelewice an die Nationalstraße 10, auf der wir auf einem Fahrradstreifen am Rand nach Torun bis in die Innenstadt fahren wollten. 8 km liefen gut, dann wurde das Straßengewirr mit anderen Nationalstraßen und Autobahn sowie dem zunehmenden Verkehr am Nachmittag in Großstadtnähe so heftig, dass wir uns für einen kleinen Umweg entschieden und schließlich nach weiteren 10 km auf einem Radweg entlang der 15/80 in der wunderschönen Altstadt Toruns ( UNESCO Weltkulturerbe) landeten. So viele Menschen in den Sraßen kannten wir gar nicht mehr! Jetzt nur noch über die nahe gelegene Brücke, denn der Bahnhof liegt gegenüber der Altstadt und auch unser gebuchtes Camping-Hotel (Tipp von Ulrike und Stefan).  Erst einmal aber steuerten wir den Bahnhof an. Ich war soo stolz, dass die Zugbuchung inklusive Fahrrädern nach Szczecin (Stettin) bei der nur Polnisch sprechenden Dame am Schalter geklappt hat. Sehr hilfsbereit und rührend hat sie uns den Rentnertarif angediehen und die Fahrkarten bei Übergabe noch einmal genau erklärt. Im Hotel konnten wir die Fahrräder einschließen, bevor wir zu Fuß noch einmal über die lange Brücke in die beeindruckende Altstadt spazierten. Nun schauen wir mal, wie es weitergeht.

19. Tag : Von Wloclawek nach Urszulewo ( 76 km )

Wir glaubten dem Regenradar und ließen das Regenzeug in den Taschen. Im Hostel schienen noch alle zu schlafen, als wir um 8:30 Uhr die Räder wieder die 2 Treppen hoch aus dem Keller hievten, um durch den Haupteingang nach draußen zu gelangen. Man hatte uns gestern gesagt, dass der Hofeingang erst um 11 Uhr öffnen würde.  Schnell waren wir an der Wisla und überquerten diese auf der alten Eisenbrücke.

Wisla-Brücke

Drüben angekommen, wurden wir auf unangenehmste Weise auf den weiteren Tagesverlauf vorbereitet : die erste Steigung über ca. 1 km, wovon wir 200 m schieben mussten. Für die Fußgänger gab es neben dem Weg langgezogene Treppen. Die „Berge“ hatten uns wieder. Es folgten noch etliche nervige Steigungen. Und wir fanden natürlich wieder keine Möglichkeit zum Kaffee trinken. Aber heute haben wir endlich verstanden, warum vor den sklebs oft Tisch und Bänke standen. Nicht nur die Ankündigungsschilder: „Bier, Wodka und Getränke“ öffneten uns endlich die Augen, auch die heute am Sonntag reichlich vertretenen Bier trinkenden Männer klärten uns auf. Also wieder kein Kaffee, dafür holten wir unsere Bananen aus der Tasche und setzten uns trotzdem an einen solchen Tisch. Über Szpetal, Krepa, Dyblin, Wylaslowo, Mokowo, Chalin und Kamien Kotowo gelangten wir in den größeren Ort Tluchowo. Es waren inzwischen allerhand Leute unterwegs, Sonntags-Familienausflugtag. Der Kirchgang war wohl beendet. Unterwegs hatten wir über an der Kirche angebrachte Außenlautsprecher am Gottesdienst teilnehmen „dürfen“. Über solche Außenlautsprecher hatten wir gestern bei unserem Spaziergang zur Wisla (Weichsel) den Bolero gehört. Ich mochte gar nicht weitergehen, war wirklich beeindruckend. Im übrigen haben wir uns gewundert, dass in dem katholischen Polen die kleinen sklebs in den Dörfern alle geöffnet hatten. In Tluchowo hatten wir nach ca. 30 km endlich die Chance auf einen Kaffee😊 Ein Pizza-/Kebab-Imbiss war unsere Rettung. Außer dem durchaus schmackhaften Kaffee verzehrten wir zusammen noch einen Kebab. Während wir dort saßen, radelte draußen eine gemischte Gruppe von Erwachsenen und Kindern vorbei, 54 Personen hat Rainer gezählt! Familienausflug! Den machten wohl auch die 10 Erwachsenen mit 10 Kindern, die nun die Tische neben uns einnahmen und Pizza verzehrten. Wir waren jedenfalls wieder mehr oder weniger fit für die nächste Etappe, die zwar keine nennenswerten Steigungen mehr hatte, dafür aber immer mehr Wind von vorne für uns bereit hatte. Und ich glaube, am Sonntag sind auf Polens Straßen besonders viele Geschwindigkeitsspinner unterwegs. Heute jedenfalls haben uns die Raser mit teilweise bestimmt 200km/h extrem genervt. Drei tote Füchse, ein toter Dachs und etliche tote Kleintiere, wie Katzen, Igel und Vögel „begleiteten“ uns. Eine nette und freundliche Ablenkung waren für mich die über viele km am Straßenrand wunderschön blühenden blauen Leinenblumen. Irgendwie haben die mich immer angelächelt.

Unsere freundlichen Begleiter am Wegesrand

An Mochowo vorbei erreichten wir endlich die größere Stadt Sierpc. Bestimmt gab es hier eine kawiernia, also ein Cafe oder so. Wir sind durch viele Straßen gefahren. Am Ortsausgang drängte sich uns ein Mc Cafe auf. Unglaublich leckeren Kuchen und ausgezeichneten Kaffee gab es hier. Das polnische Ehepaar, mit dem wir den schattigen Tisch teilten, erzählte uns, dass sie immer hierher kämen, wenn sie guten Kaffee trinken wollten. Nun noch die letzten ca. 15 km bis Urszulewo, dem eigentlichen Ziel unserer Fahrt. Die Autos fuhren noch verrückter und der Wind frischte noch einmal richtig auf. Dann das Ortsschild von Urszulewo. Zeitgleich mit uns kamen Ulrike und Stefan aus der anderen Richtung an unserem Ziel an. Ein traumhafter Ort am See,

Der See aus Mutters Erzählungen

unsere Bleibe für 2 Nächte. Der richtige Ort, um hier morgen des 100. Geburtstags meiner Mutter in ihrem Geburtsort zu gedenken!

18. Tag: Von Inowroclaw nach Wloclawek ( 73 km )

Es hatte in der Nacht geregnet, und das Nieselwetter jetzt bedeutete: Regenausrüstung. Der Chef öffnete uns seine Garage zur Fahrradentnahme und verabschiedete sich mit Handschlag. Wir waren wirklich beeindruckt von der gepflegten und geschmackvoll eingerichteten Unterkunft. Die ersten ca. 16 km fuhren wir im Nieselregen über Marulewy bis Pieranie auf der 252, die kaum befahren war. Aber diese gerade Strecke war einfach nur langweilig, so dass wir uns in Pieranie für die Weiterfahrt auf kleinerer Straße durch die Dörfer entschieden. Über Pabros und Bronislaw gelangten wir nach Dobre, einem etwas größeren Ort, in dem wir gerne gefrühstückt hätten. War wohl nix! Wir durchfuhren den Ort in verschiedenen Richtungen und fragten in den reichlich vorhandenen sklebs nach Kaffeetrink-, bzw. Frühstücksmöglichkeiten. Nichts zu machen! Wir landeten schließlich in der Tankstelle mit Ess- und Trinksymbolen. In Estland hatten wir schließlich sehr gute Erfahrungen mit Frühstück in der Tanke gemacht. Aber wir sind schließluch nicht in Estland. Das mögliche Essen bestand außer Chips und Keksen aus dem Regal aus einem „hot dog“ , bestehend aus einem hohlen runden Brötchen, in das etwas Knoblauchsauce und eine wabbelige Wurst gesteckt wurde. Kaffee bekamen wir auch, allerdings ohne Milch. Wir konnten nicht einmal welche kaufen. Die Regale in der Kühle und auch sonst überall im Laden waren gefüllt mit unzähligen Biersorten, Limonaden und Säften. In Ordnung, dann eben später ein vielleicht genüssliches Frühstück. Es gibt übrigens in jedem noch so kleinen Ort mindestens einen skleb, der wirklich viel Warenauswahl hat. Aber eine Kaffeetrinkkultur gibt es hier nicht. Inzwischen hatte der Regen aufgehört, und über Przysiek, Byczyna und Pilchowo erreichten wir den nächsten größeren Ort Osieciny. Das Regenzeug hatten wir inzwischen ausgezogen, weil die Sonne recht warm war und der Regenradar versprach, uns im weiteren Verlauf nicht mit Feuchtigkeit von oben zu behelligen. Spaß machten uns die Störche in ihren Nestern, von denen in jedem Dorf eines bewohnt war, und in denen die unterschiedlich großen Jungvögel uns ihre Flugübungen zeigten.

Jungstörche

In Osieciny gab es immerhin einen parkähnlichen Platz in der Otsmitte mit allerhand Geschäften drumherum und dahinter 2 Supermärkte. Kein einziges Cafe, aber einen Bäcker! Der hatte leckeren Kuchen für uns, den wir mit Cocosmilch aus einem skleb genüsslich auf einer der vielen Parkbänke vernaschten. Über Bachorka und Wieniec gelangten wir auf einem 10 km vor Wloclawek beginnenden vorbildlich breiten Radweg in die Stadt, wo wir als erstes den Weg hinunter an die Wisla (Weichsel) suchten. Der Radweg führte direkt am Wasser entlang. Wir verließen ihn aber wieder bei der beeindruckenden Basilika

direkt gegenüber

, um durch die Stadt zu unserem „Fabrik-Hostel“ zu gelangen. Sehr vorausschauend hatte Rainer gestern noch gebucht, denn es war mal wieder ausgebucht. Nach einem sehr schmackhaften Abendessen, das wir uns mal wieder mit Wein und Bier geleistet haben, spazierten wir noch einmal an die Wisla, um dort auf einer Bank in der Abendsonne den Blick auf den Fluss zu genießen. Die ca. 2km Rückweg gingen wir durch die Seitenstraßen. Dabei waren wir erstaunt über den so extrem unterschiedlichen Zustand der Gebäude. Manch ein Haus erschien uns einsturzgefährdet, es wohnten aber Leute dort. Andere Häuser wiederum waren in einem frisch renovierten Zustand und strahlten den Charme vergangener Zeiten aus.

17. Tag :von Slupca nach Inowroclaw (88 km)

Das Hotel am Marktplatz, das wir gestern schließlich gefunden hatten, bot uns ein Zimmer an. Eigentlich sogar zwei! Obwohl die Frau an der Rezeption ziemlich gut deutsch sprach, ließ sie mich mit meinem polnischen Wörtern erst einmal rumstottern. Eigentlich dachte ich, dass ich – wie immer – meinen Spruch verständlich aufgesagt hatte, um ein Doppelzimmer für eine Nacht zu buchen. Der Preis war zwar für uns höhere Kategorie, aber nach den 119 km hatten wir uns „Luxus“ verdient. Bei der Zimmerübergabe wunderte ich mich über die 2 Zimmer, die mir angeboten wurden. Nein e i n Doppelzimmer wollten wir : 1 Zimmer, 2 Personen. Na, dann wäre es ja auch nur der halbe Preis. Und die Dame erklärte mir noch einmal auf Deutsch den Unterschied zwischen pokoj und osob. Also ein sehr gutes Angebot , sogar mit Frühstück, das für uns anscheinend einzigen Gäste sehr üppig uns abwechslungsreich angeboten wurde. Für den sonnigen Tag  waren wir heute somit gut verpflegt. Es war immerhin so warm, dass Rainer in kurzer Hose und nach mehreren Kilometern auch mit nur e i n e m Fahrradtrikot fuhr. Wir waren froh über jede Wolke, weil die Sonne wirklich viel Kraft hatte. Die kleinen Landstraßen, die wir uns für heute ausgesucht hatten, führten wieder durch viele kleine Dörfer. Wir empfanden den Autoverkehr hier viel stärker als auf den größeren Straßen. Es wurde oft unangemessen schnell gerast, die entsprechenden Idioten waren ungeduldig und setzten zu nicht ungefährlichen Überholmanövern an. Der erste Teil der Strecke führte an einem See entlang, auf der anderen Seite grenzte sie an einen Lanschaftsschutzpark. Über Kochowo, Budzislawy und Wilczogora radelten wir etwas entspannter, weil durch den kleinen Richtungswechsel der immer noch muntere Nord-West- Wind nun mehr von hinten kam. Der Verkehr nahm mit der Zeit ab, die Idioten nicht! Um uns herum zogen sich die Wolken bedrohlich zusammen. Im Westen konnten wir sehen, wie sich die Regenwolken ausschütteten. Sehr zeitig erreichten wir Kruszwica, um in diesem an dem nördlichen Teil eines langgezogenen Sees befindlichen tollen Ort nach einer Bleibe zu suchen. A l l e Hotels waren ausgebucht. Wie naiv von uns zu glauben, dass in den Sommerferien am Wochenende so ein ausgewähltes Plätzchen noch Schlafplätze frei hätte. Hinzu kam, dass die abgeteilten Ruderbahnen mit darauf eifrig übenden Ruderern und Kanadiern mit Mädchen und Jungen in besonderer Sportkleidung eine anstehende Regatta vermuten ließen. Wir haben per Internet im Umkreis gesucht, auch erfolglos. Eine Unterkunft, die mit 7 km Entfernung angegeben war, erschien uns machbar und hatte tatsächlich noch Platz. Unsere Karte sagte uns zwar eher 15 km, und letzlich sind wir noch einmal 25 km unterwegs gewesen ( wären sonst ja auch viel zu wenige Tages-km gewesen😅 ). Um uns herum im Westen, Norden und Süden sahen wir, wie sich gewaltige dunkle Wolken abregneten und hofften immer darauf, trotz der uns benässenden ungefähr 37 Tropfen schneller als die Wolken zu sein. Und ja, wir haben es geschafft! Auch die neuen Straßen, die nicht in der Karte abzulesen waren, und die nicht so wie angegeben vorhandenen haben uns keinen Strich durch die Rechnung machen können. Aber blöd ist es schon, wenn man sich nicht auf die Angaben verlassen kann und per Sonnenstand feststellen muss, dass der angegebene Weg s o nicht stimmt. Hatten wir gestern auch schon bei den kleinen Wegen😕. Um die Unterkunft zu finden, hat Rainer mal wieder ab Anfang der Stadt sein Handy-Navi benutzt und uns damit hervorragend an Ort und Stelle gebracht. Jetzt nächtigen wir also in einem Hotel, das von außen nicht sehr einladend aussieht, beim Betreten aber Erstaunen auslöst. Alles renoviert, sauber und sehr ansprechend. Wir schlafen in einem 4-Bettzimmer alleine mit Gemeinschaftsbad, das noch ein anderer Gast benutzt und picobello sauber ist. Rainer war während meines Schreibens noch mal los zum nahe gelegenen Marktplatz und hat sich über das rege Treiben dort gefreut. Eine erfreulich belebte Gegend also! Unsere Fahrräder durften wir in der Garage des gut Englisch sprechenden Chefs neben sein Auto stellen☺