Letzte Etappe: von Salon-de-Provence nach Marseille. 60 km

Heute frühstücken wir mal im Hotel. Bei wolkenlosem Himmel geht es noch in diesem historischen und geschäftigen Ort die erste Steigung hoch. Wir sollen wohl eingestellt werden. Die Strecke, die wir uns auf der Karte ausgesucht haben, verspricht noch etwas bergige Landschaft. Nach Marseille muss man immer über irgendwelche Höhen. In den nächsten Ort Pelisanne dann erst einmal Abfahrt. Muss doch nicht sein, geht ja eh wieder hoch danach! Auf der D 17 gen Osten fahren wir gute 17 km nur bergauf, langsam, aber beständig steigend. Uns fehlt zwar der Rückenwind (es ist fast windstill), aber wir merken unser Training, bei Geschwindigkeiten zwischen 10 und 16 km/h kommen wir im 1. bis 4. Gang gut voran. Wir haben einen tollen Ausblick auf das weite Tal. Neben weit ausgebreiteten Weinfeldern  gibt es Olivenbäume und abgeerntete Lavendelfelder. Teilweise wachsen nur noch Krüppelkiefern und kniehohe Sträucher, die wie Preiselbeerkraut aussehen. Auf dieser Strecke scheinen eine Menge Radrennfahrer zu trainieren. Nach kurzer ebener Entspannung geht es noch einmal kräftig aufwärts nach Eguilles. Hier biegen wir südlich auf die D 543 ab. Jetzt hat der Wind gedreht, kommt aus Süd, vom Meer. Ja wir sind fast am Mittelmeer – beglückende Vorstellung! – . Es geht 5 km heftig abwärts, wir rollen nur gebremst! Dann noch weitere 5 km angenehm. Dass wir sooo hoch waren, hatten wir gar nicht gedacht. Etliche km weiter mit langen Steigungen ( bei denen wir ein wenig den nicht sehr starken Südwind merken) und angenehmen Abfahrten. Irgendwann sind wir wohl in den Vororten von Marseille, die Stadtgrenze bemerken wir nicht, kein Ortsschild. Fast bis zum Centrum fahren wir auf der gerade südlich führenden Straße, die 5 km lang eine einzige Baustelle ist. Für uns nicht schlecht, weil es dadurch nur wenig und langsamen Verkehr gibt. Als wir in der Nähe vom Bahnhof auf den Stadtplan sehen, um die Straße unseres Hotels zu orten, stehen wir doch genau davor. Ein Problem stellt die Fahrradunterbringung dar. Schließlich dürfen wir sie in der Bar abstellen, weil wir sie in den nächsten Tagen ja nicht benutzen wollen. In 21 Tagen sind wir 1988 km in 117 h reiner Fahrzeit geradelt. 

Wir haben unser Ziel erreicht! Wir haben Wind und Wetter, Sturm und Regen, langen Steigungen, Gabelbruch, Plattfuß und stark mitgenommenen Hintern getrotzt. Wir haben lange Kanäle, breite fruchtbare Flusstäler, riesige Weinberge und -felder , Berge in der Ferne und Bergchen ganz nah, verträumte Dörfer, freundliche und hilfsbereite Menschen und noch vieles mehr genossen. Wir haben viel zu erzählen!

Au revoir!

20. Tag: von Pont-St.-Esprit nach Salon-de-Provence, 125 km

Ja, es scheint tatsächlich wieder die Sonne, obwohl sie beim Aufwachen noch hinter den Bergen versteckt ist. Der Wind ist längst nicht mehr so stark wie gestern, kommt aber immer noch von Norden. Immer weiter entlang der Rhone. Von Pont-St.Esprit auf einer kleinen autoleeren Landstraße bis Roquemaure – Kaffee und Baguette – wir hatten morgens schon eine Banane und einen Joghurt verspeist! Bis Avignon erscheinen immer mehr Radfahrer auf den Wegen, vor allem Renner. Es ist eben Wochenende. Einige verrückte Motorrad-Renner sind auch unterwegs. Sur le Pont d’Avignon sehen wir Leute tanzen – stimmt wahrscheinlich nicht, sie gehen dort nur in Scharen auf und ab! Die Stadt ist so beeindruckend, dass wir uns durch das Centrum mit Markt auf den Straßen schieben. Wie schon die ganze Zeit an der Rhone gibt es hier viele Touristen. Jetzt verabschieden wir uns von der Rhone, die auf jeden Fall eine Reise wert ist!  Aus der Stadt hinaus gen Süden nehmen wir den falschen Abzweiger an einer ziemlich schnell befahrenen Nationalstraße. Macht aber nichts, wir müssen so und so in die eingeschlagene Richtung entlang der Durance, finden dann eine kleinere Straße bis Cavallon. Der Wind ist fast eingeschlafen, so dass wir die 2 längeren Steigungen ziemlich merken. Wir sind wohl entwöhnt! Vorbei an vielen Wein-Feldern, Birnen- und Apfelplantagen und immer wieder durch lange Platanen-Alleen, die uns in der Mittagshitze Schatten spenden bei ca. 25 Grad. In Senas gab´s in einem kleinen Laden bei einer Autowerkstatt kalten Saft und Wasser. Wir haben uns für Salon-de-Provence als Übernachtungsort  – gegen Aix-en-Provence – entschieden wegen der weniger Steigungen. Hat sich gelohnt! Mittelalterliche Burg und viele andere Gebäude, eine geöffnete Touri-Info mit außerordentlich hilfsbereiter Besetzung, die uns eine Unterkunft ertelefoniert hat. Bei dem nächsten Problem, wie wir morgen am steigungsärmsten nach Marseille kommen, kam von beiden jungen Mitarbeitern die Auskunft : In die Stadt rein mit dem Fahrrad ginge nicht -nur Autobahnen – wir sollten doch den Zug nehmen. Sind wir 1928 km geradelt, um mit dem Zug nach Marseille rein zu fahren???

19. Tag: von Tournon-sur-Rhône nach Pont-St.-Esprit, 120 km

Die Sonne scheint, und wir kommen vor 9 Uhr los. Bloß nicht nach hinten (Norden) gucken, denn dort hängen schwarze Wolken  an den Bergen. Der Wind weht kräftig aus Nord/Nordost, beste Bedingungen für uns. Bis Valence fliegen wir förmlich auf dem wunderschön geführten voie verte. Nach 22 km also erst einmal ein Frühstück. Was in Frankreich ein großer Milchkaffee ist, scheint von Ort zu Ort sehr unterschiedlich zu sein. ( wir haben unseren hier fotografiert! ). In Valence erfahren wir  im Touri-Büro, dass ab Genf entlang der ganzen Rhone ein voie verte führt. Fantastisch, das haben wir doch gewollt: nicht mehr in die Berge müssen. Beim näheren Betrachten der uns ausgehändigten Karte fällt uns die unterschiedliche Markierung auf : “ Ja, wenn er mal fertig ist. Jetzt gibt es noch etliche Abschnitte in Planung, da fährt man dann an der Straße entlang.“ Also genießen wir den noch kräftiger gewordenen Rückenwind, mal am traumhaften voie verte, mal am der nicht allzu sehr befahrenen und breiten D 86. Mehrmals queren wir die Rhone auf großen Brücken, wo uns klar wird, wieviel Glück wir mit der Windrichtung haben! Der Wind bläst so stark, dass wir ans Absteigen denken, weil wir nur mühselig mit Kopf zur Seite drehen atmen können. Es müssen 8 bis 9 Windstärken sein! Wir „fliegen“ also weiter – selbst die Steigungen, über die uns die Straße etwas weiter im Lande führt, verndert unsere Durchschnittsgeschwindigkeit kaum – über La Voulte-sur-Rhone, Le Pouzin, Le Tait, Chateauneuf-du-Rhône, Viviers, Bourg-St.-Andeot bis Pont-St.-Esprit. Heute haben wir ohne Anstrengung 120 km beschafft. Besonders gefallen haben uns die vielen Schlösser und Burgen in den kleinen und größeren Orten im Rhône Tal und meist an den Bergen. In den letzten 3 Tagen haben uns viele Rennradfahrer überholt  oder sind uns begegnet, mehrere Schulklassen waren auf Fahrrädern unterwegs und es gab neben uns noch andere Paare auf unterschiedlich langer Tour, z.B. aus Belgien, Holland, Deutschland und Australien! Auch sind wir in den letzten Tagen ab und zu auf unsere HH -Marseille-Schilder angesprochen worden. Es sind auffallend viele Männer ( oft alleine oder zu zweit ) mit Tour-Rennrädern unterwegs, oft noch älter als wir. Neben immer wieder vielen Wein Feldern sehen wir jetzt ab und zu verblühte Lavendelfelder, die immer noch stark duften. Wir sind nur noch ca. 50 km von Avignon entfernt. Dort werden wir die Rhone wohl verlassen. Mal sehen, wie es dann weiter geht.

18. Tag: von Lyon bis Tournon-sur-Rhône, 104 km

Heute nur kurz, weil alles richtig „Sahne“ lief. Freundlicher bedeckter Himmel, der zwischendurch mal mit 1 – 3 dunklen Wollen drohte, dann aber augenzwinkernd die Sonne raus ließ. Entgegen unseren Befürchtungen sind wir prima aus Lyon gen Süden gekommen. Nachdem unsere Nachfragen in der Rezeption ( “ in Lyon kann man nicht radfahren“) und bei einem Polizisten, der Spanisch mit uns sprach ( da müsst ihr aber durch die Berge!) wenig erfolgreich waren, haben wir uns einfach auf unsere ausgezeichnete Karte verlassen! Nach 22 km immer an der Rhone entlang waren wir so weit von dem Autobahn-N-Straßen-Gewirr entfernt, dass wir direkt an unserer Strecke ein petit dejeuner genießen konnten. Dann weiter immer südlich bis Vienne, wo wir wieder auf einen voie verte gestoßen sind. Gestern habe ich von unserer bisher schönsten Route gesprochen, heute kommt die nächste dazu : auf 55 km  mehr oder minder an der Rhone entlang, auf jeden Fall immer in ihrem Tal. Eine tolle abwechslungsreiche Strecke an den im Westen sich hochziehenden Weinbergen vorbei, durch Obst- und Gemüsefelder und immer wieder direkt am Rhône Ufer (übrigens sehr hoher Wasserstand)  lässt uns der seitliche Rückenwind fast fliegen. Über Ampuis, Londrieu, St. Pierre…,, Serrier,, St. Vallier ( hier endete der voie verte) und dann an der Strasse entlang nach Tournon-sur-Rhône. Hier haben wir uns eine günstige Unterkunft mit Blick auf die Rhone gesucht. 104 km haben heute trotz des tollen Wetters und Rückenwinds ausgereicht.

17. Tag: von Savigny-sur-Gosne bis Lyon, 120 km

Um 7 Uhr regnet es nicht. Es ist aus unserer Tür hinaus ein von verschiedenen Wolkenschichten unterbrochener Sonnenaufgang zu bewundern. Das ist wirklich ein besonderer Ort hier! Nach einem Baguette- und Croissant- Frühstück mit selbst gemachter Marmelade und Pfirsichen aus dem Garten starten wir bei Sonne, wegen der uns umgebenden Wolken allerdings in Regenklamotten. Die weitere Fahrt auf dem 3 m breiten, glatt asphaltierten  voie vert ist ein Genuss. Als wir dann auch noch von „unten“ aus der Ferne unser Weingut und das Schloss des Ortes sehen können, beflügelt das auch noch einmal unsere Fahrlust. Kein Regen, obwohl die Wolken immer drohen, kein Gegenwind (wenn überhaupt Wind, dann von seitlich hinten!) , die 20 km bis Cluny sind schnell geschafft. Hier fahren wir von der Bahnstrecke ab in den Ort, um in einem Buchladen die nächsten 2 Fahrradkarten zu kaufen. Zurück auf dem voie vert gibt es ab jetzt einige Kilometer Berg und Tal Fahrten bis zu einem Tunnel. Es ist der alte Eisenbahntunnel, ca. 6 m breit und gewölbt in der Mitte 7 m hoch, nur für Fußgänger und Fahrradfahrer! Er ist 1,6 km lang und gibt uns teilweise das Gefühl, durch eine Tropfsteinhöhle zu fahren. Jetzt geht es ca. 10 km eigentlich nur bergab. Am Ende des voie vert essen wir gegenüber dem alten Bahnhof in einem gemütlichen Lokal das erste Mal auf unserer Tour „Mittag“. Es gibt Forelle ( und dazu am Ende dieses Tages Berichts eine Geschichte!) .Südlich von Macon überqueren wir die Saône und fahren östlich wieder über die Dörfer. Vor einigen Tagen hatten wir uns noch über einen kleinen Fluss gefreut, der uns eben durch ein Tal führte. Jetzt überqueren wir zahllose dieser kleinen Flüsse, also immer runter zum Fluss und wieder rauf in den nächsten Ort. Aber die Steigungen sind kurz und ohne Regen/Gegenwind fast ein Klacks. Wir folgen immer der D 66 ( Route 66!) , waren aber nicht beim Frisör! ( Dazu gibt es auch eine Geschichte, die aber nicht in diesen blog gehört )  Nördlich von Lyon wollen wir eigentlich östlich der Stadt ausweichen, ist aber schwierig mit den Straßen. So landen wir nach weiteren 20 km ( davon 10 km ziemlich steil bergab mit Serpentinen – müssen wir hoch gewesen sein! ) in der Innenstadt von Lyon. Jetzt haben wir insgesamt knapp 1600 km geschafft und können auch gerne bald in Marseille sein. Der voie vert von Chalon-sur-Saone bis Macon war die bisher schönste Strecke unserer Tour, sowohl unter Radfahr-Gesichtspunkten ( Beschaffenheit, Ausschilderung, etc.) als auch landschaftlich. Zu beiden Seiten mit vielen Weinbergen, Schlössern und netten Bergdörfern.

Und jetzt noch die Geschichte :

Am Ende des voie vert in Charney-le-Macon machen wir – wie bereits im blog erwähnt – Pause im Restaurant/Café de la Gare. Es wird ein plat de jour angeboten: filet de Tuitre. Ich weiss leider nicht, was Tuitre heisst und frage den Kellner: un poisson. Ich sage zu Rainer: „Das ist ein Fisch.“. Darauf der Kellner: “ Ja, das ist Fisch. Isch  weiss aber nischt  wie heisst auf Deutsch. Ist von Schubert“  und fängt an, das Lied: In einem Bächlein helle, da schoss in froher Eil die launische Forelle … zu summen. Also Tuitre: Forelle!

16. Tag: von Lasne nach Savigny-sur-Grosne, 96 km

Gestern: Beim Aufwachen regnet es! Wir bleiben einfach noch ein wenig liegen. Als wir dann endlich loskommen, ist es tatsächlich trocken. Es geht weiter auf dem voie bleu, mal am Wasser, mal auf kleinen Straßen durch die Dörfer. Das Wetter ist unbeständig, was Regen und Sonne anbelangt. Beständig dagegen bleibt der starke Wind, teils von seitlich vorne, teils aber auch von hinten. Über Chamblanc nach Seurre. Hier gibt es nach 20 km tatsächlich Frühstück mit Kaffee, O-Saft, Baguette, Croissants und Marmelade. Jetzt scheint die Sonne! Während der Weiterfahrt über Chi res, Ecuelles, Verdun-sur-le-Doubs,Sassenay nach Chalon sur Saône haben wir starken Landregen, Sonnenschein und viele bunte Wolken. Der Weg führt durch viele nette Orte mit alten Natursteinhäusern und vorbei an Schlössern und großen Höfen. In Chalon s.S. erfahren wir in der Touri-Info, dass es ab hier auf 70 km Länge einen sehr gibt ausgebauten voie vert (Fahrradweg) auf einer alten Eisenbahntrasse gibt. Er führt allerdings etliche km östlich der Saône durchs Land. Kaum, dass wir anschließend in einem Café sitzen, gibt es ein fürchterliches  Unwetter. Nach 10 min. ist alles vorbei! Auf dem voie vert fahren wir ca. 30 km und erleben noch einmal einen extremen Platzregen mit Sturm. Der Weg sieht hinterher entsprechend aus. Die Beschilderung auf diesem Weg ist ausgezeichnet. Jeder kleine Ort rechts und links des Weges mit Unterkunftsmöglichkeit wird angezeigt. So entschließen wir uns nach 90 km, ein kleines Hotel anzusteuern. Anscheinend mag man dort keine Radfahrer, denn sie winden sich fürchterlich und meinen schließlich, kein Zimmer mehr zu haben. 5 km weiter wieder ein Hinweisschild. Im Ort erfahren wir, dass es auf dem Berg ein chambre d’hotes gäbe. Also 1 km Anstieg. Wir sind schon längs wieder raus aus dem Dorf, als wir hinter einem alten Schloss auf ein traumhaft auf dem Berg gelegenes Weingut stießen, das Zimmer vermietet. Die Besitzer, die das Weingut betreiben, organisieren Ziegenkäse aus dem Ort, und mit einer Flasche des eigenen Rotweins, sowie selbst angebauten Tomaten haben wir ein prächtiges Abendbrot mit einem Wahnsinnsblick auf das Tal, die gegenüber liegenden Berge und Aufsteigen des Vollmondes. Hier in La Notre Dame bei Savigny-sur-Grosne haben wir die bisher schönste Unterkunft gefunden!

15. Tag: von Sacquenay nach Lasne, 85 km

So, und nun zu heute. Rainers Reifen hatte mal wieder Luft gelassen, so dass vor dem Start doch noch einmal flicken anstand. Der Übeltäter war schnell gefunden: ein klitzekleiner extrem spitzer Stein hatte sich im Schwalbe-Marathon- Mantel festgesetzt und ein Loch im Schlauch verursacht. Also wieder später los als geplant. Aber es regnet nicht! Der Himmel ist bunt: schwarze Wolken, graue Wolken, weiße Wolken, blaue Flecken(!), gelbe Sonne(!). Guten Mutes fahren wir los, meist auf ebener Strecke, nur leichte Steigungen stehen an. Was soll nun eigentlich dieser Wind! (Den Regen wegpusten?) Über Fontaine Française und Beaumont sur Vinjeanne ( die Orte müssen wegen der Namen einfach genannt werden, obwohl sie sehr klein sind) erreichen wir nach ca. 20 km wieder den Kanal. Der Wind ist noch starker geworden und weht immer aus West- Südwest – Richtung, das bedeutet Gegenwind totale. 20 km geht es jetzt am Kanal entlang, bis wir bei Maxilly s. Saône die Saône erreichen. Ein tolles Gefühl, wir sind an der Saône! Ab jetzt heisst der Radweg voie bleu und führt nur teilweise am Fluss entlang, teilweise führt er über kleine Strassen, die -natürlich- auch Steigungen haben. Aber insgesamt verläuft die Route eher eben. Es ist recht kühl und der starke Gegenwind ist wirklich nervig, wir behalten die ganze Zeit die Regenjacken an. In Lasne/St. Jeanne de Lasne geht uns nach 85 km die Luft aus : wir haben keine Lust mehr! Und das Tolle ist, wir müssen gar nicht den blöden Lehrerspruch beachten:“Dann musst du das eben ohne Lust machen!“. Wir machen einfach Schluss für heute. In Lasne finden wir gleich am Fluss ein günstiges Hotel. Zum Essen landen wir im Nachbarort St. Jeanne de Lasne auf der anderen Seite der Brücke in einer von etwas durchgeknallt sympathischen jungen Leuten betriebenen sogenannten „Szene-Kneipe“, wo wir eine leckere Käseplatte mit Burgunder Rotwein genießen.